Wie kam ich zum Golf

Cornelia und ich wohnen seit vielen Jahren in der Nähe eines Golfclubs. Der Club liegt in unserer Straße und ist gute 10 Minuten zu Fuß entfernt. In den vielen Jahren sind wir einmal dort gewesen und haben Abschläge geübt. Das ging gründlich daneben und wir nahmen uns vor einen Platzreifekurs zu machen.

Daraus wurde aber erst mehr als 10 Jahre später etwas. Zum Geburtstag schenkte ich Cornelia einen Schnupperkurs in Hamburg. Es hat uns viel Spaß gemacht. Nebenbei feierte ich meinen ersten kleinen Erfolg. Bei dem abschließenden Turnier der Gruppe belegte ich den zweiten Platz, so dass wir am nächsten Tag kostenfrei auf die Driving Range durften.

Am Wochenende später sagte Cornelia zu mir, dass Sie mit mir zu unserem Golfplatz gehen möchte. Die Antwort auf meine Frage was wir dort wollen war: "Wir wollen uns zum Winterkurs anmelden und die Platzreife machen".

Warum Golf

Wir haben damit einen Sport gefunden den wir zusammen ausüben können. Bei allen anderen Sportarten ist dies schwierig. Cornelia ist eine hervorragende Tänzerin - ich nicht. Beim Radfahren fährt Sie gerne im Schnitt 20 km / h - ich lieber 30 km / h. Beim Golf ist der Leistungsunterschied nicht wichtig und völlig unproblematisch. Das ist toll. Außerdem verbringen wir so sehr viel gemeinsame Zeit an der frischen Luft und sitzen nicht mit dem Laptop auf den Beinen vor dem Fernseher.

Golf ist eine Lebensphylosophie

Golf ist viel mehr als ein gemeinsamer Sport. Ein ganz wichtiger Ableger ist, dass man lernt positive Erfahrungen zu kompensieren und immer wieder abzurufen. Denkt man an einen guten und besonders gelungen Schlag zurück gibt dies enormen Auftrieb. Dieses positive Denken ist in allen Lebenslagen gut.

Aber auch der Umgang mit negativen Dingen lernt man. Ein schlechter Schlag muss spätestens nachdem der Schläger zurück im Bag ist abgehakt sein. Nach dem Schlag bis zum zurückstecken des Schlägers wird analysiert. Dann lässt man los. Nur durch diese Fähigkeit kann man sich auf den nächsten Schlag konzentrieren und er kann gelingen. Als Vorbereitung denkt man dann besser nicht an den letzten schlechten Schlag sondern an einen Besonderen.

Dieses positive Denken ist auch für die Schlagvorbereitung wichtig. Man sollte nicht an das zu überwindende Wasserhindernis, den Wald rechts und links oder an den Bunker denken. Man darf nicht negativ denken (bloß nicht wieder in das Wasser) sondern sich positiv auf das Ziel ausrichten. Ich will auf das Fairway oder auf das Grün - dann ist die Chance für einen guten Schlag deutlich höher.

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